Herzlich Willkommen

am Bildstock der

 

Mutter Gottes

von Grimmenthal

 

Diese Seite präsentiert den Bildstock

als

virtuellen Ort der Marienverehrung

mit seiner

Einladung zur Andacht. 

 

Sie will neben der
Vorstellung des alten Wallfahrtortes Grimmenthal
und seiner Geschichte
die Möglichkeit anbieten,
auch von zu Hause aus oder von unterwegs
optisch Kontakt mit dem Bildstock aufzunehmen, 
um im Angesicht der
Madonna von Grimmenthal
zu beten,
die barmherzigen Augen
der Mutter Gottes wahrzunehmen 

 und von ihr Kraft und Hilfe zu erbitten.

Als Unterstützung für das aktive Gebet
sollen dabei die über die rechte Menü-Leiste ansteuerbaren 
"Gebete" und "Gesänge" dienen.
Für das emotionale Eintauchen in die
Trost und Hoffnung spendende Rolle Mariens als
Mutter des Mensch gewordenen Gottessohnes 
soll darüber hinaus die Zusammenstellung
einer großen Zahl (160)
musikalischer Interpretationen des "Stabat Mater" 
Hilfestellung bieten. 
Unter anderem
aus der Zeit vor 1507 ...
Diese Interpretationen,
die als sensible Glaubenszeugnisse
aus sieben Jahrhunderten
auf www.youtube.de abgelegt wurden,
sind auf dieser Seite 
ebenfalls anzusteuern über
die rechte Menü-Leiste unter STABAT MATER
auf der fünften Ebene  
==> Menü-Leiste/StabatMaterDolorosa/Vertonungen/Jahrhunderte/... <==
Sie sind alle auf der Basis des wahrscheinlich
Franziskanischen Textes aus dem 13. Jhdt. zum
"Stabat Mater"-Thema
nach Maßgabe mittelalterlicher Dichtkunst entstanden.
Sie folgen deshalb im lateinischen Urtext
und in den deutschen Übertragungen
bewusst folgenden Form-Vorgaben:
(Reim-Form: (Vers 1 -> AABCCB <- Vers 2) => Schweifreim-Strophe
 Zeile 1: 8 Silben (A)
 Zeile 2: 8 Silben (A)
Zeile 3: 7 Silben (B)
   Zeile 4: 8 Silben (C)  
 Zeile 5: 8 Silben (C)
  Zeile 6: 7 Silben (B)
Mit der regelmäßigen Abfolge von
betonten und unbetontem Silben 
in den 8-silbigen Zeilen
sind die Stabat Mater Fassungen rhythmisch
im Versfuß des Trochäus durchgearbeitet. 
Sie entfalten Gedanken zur
Schmerzensreichen Mutter
(in der Trauer um ihren verstorbenen Sohn)
mit dem Titel:  
"Stabat Mater Dolorosa
iuxta crucem lacrimosa
dum pendebat filius.
Cuius animam gementem,
contristatam et dolentem
pertransivit gladius.
- Deutsch-Übertragung (Heinrich Bone, 1847):
"Christi Mutter stand mit Schmerzen
bei dem Kreuz und weint von Herzen,
als ihr lieber Sohn dort hing.
Durch die Seele voller Trauer,
schneidend unter Todesschauer,
jetzt das Schwert des Leidens ging."

sowie zur 

 Freudenreichen Mutter
(an der Krippe ihres soeben geborenen Kindes)
mit dem Titel:
"Stabat Mater Speciosa
iuxta foenum gaudiosa 
dum jacebat parvulus.
Cuius animam gaudentem
laetabundam et ferventem
pertransivit iubilus."
- Deutsch-Übertragung (Karl Eitner, 1866):
"Stand die Mutter da, die hohe,
die ob ihres Kindleins frohe,
das in armer Krippe lag.
Deren Seele, voll Entzücken,
strahlt aus ihren Freudenblicken,
jubelt in des Herzen Schlag."
 
Die Fülle der Interpretationen belegt eindrücklich,
wie vielfältig sich die 
durch Musik ausgedrückten
Gefühlswelten des Menschen
darstellen.
In ihrer Gesamtheit
bieten sie für die Hörer mit ihren jeweils
ganz individuellen Empfindungen und
sehr differenzierten Zugängen zu
Glaube, Hoffnung und Liebe
eine breit angelegte Palette musikalischer Angebote,
in der hoffentlich jede/r Suchende zumindest eine
sie/ihn ganz persönlich ansprechende und anregende 
musikalisch-emotionale Brücke
 zur eigenen Gefühlswelt findet.
Eine spürbare emotionale Verbindung aufzubauen
zwischen der eigenen Leidenswirklichkeit
und der Leidenswirklichkeit Mariens
ist der Sinn und das Ziel jeder
Mariendarstellung mit dem verstorbenen Jesus
(="Pietà").
Das dokumentieren die folgenden Auszüge aus dem
Stabat Mater Dolorosa

                               Lateinischer Originaltext

                           9. Eia, Mater, fons amoris,

                               me sentire vim doloris,

                               fac ut tecum luceam.

                        10. Fac, ut ardeat cor meum

                               in amando Christum deum,

                               ut sibi complaceam.

 

                        11. Sancta Mater, istud agas,

                              crucifixi fige plagas

                              corde meo valide.

                        12. Tui nati vulnerati,

                               tam dignati pro me pati,

                               poenas mecum divide.

 

                        13. Fac me vere tecum flere,

                               crucifixo condolere

                               donec ego vixero.

                        14. Iuxta crucem tecum stare

                              te libenter sociare

                              in planctu desidero.

 

       Deutsche Übertragung 

9.    O du Mutter, Quell der Liebe,

       mich erfüll´ mit gleichem Triebe,

       dass ich fühl die Schmerzen dein,

10. dass mein Herz, im Leid entzündet,

       sich mit deiner Lieb´ verbindet,

       um zu lieben Gott allein.

 

11. Drücke deines Sohnes Wunden

       so, wie du sie selbst empfunden,

       heil´ge Mutter in mein Herz,

12. dass ich weiß, was ich verschuldet,

      was dein Sohn für mich erduldet,

      gib mir Teil an seinem Schmerz.

 

13. Lass mich innig mit dir klagen,

       treu vereint den Jammer tragen,

       bis auch meine Stunde schlägt.

14. Dir gesellt am Kreuz zu weilen,

       willig deinen Gram zu teilen,

       solches fleh´ ich tief bewegt.

 


In der Gestalt der "Pietà"
soll die Trauer Mariens über den Tod ihres Sohnes
eine Hoffnung machende  Projektionsfläche bzw. Bühne
für die Bearbeitung der schmerzlichen Herausforderungen
des eigenen Lebens darstellen.
Denn nur drei Tage nach dem jetzt noch beweinten Sterben Jesu
wird der Verstorbene vom Tode auferstehen 
und dadurch das Leid Mariens in Erlösung verwandeln
für sie und für die Gläubigen.
Die Hoffnung auf eine dem entsprechende
Verwandelung des eigenen Leides in Erlösung
durch die Kraft des Mitleidens und die Zuwendung Mariens
ist der Ursprung der Marien-Wallfahrt.  

Der "Mutter Gottes von Grimmenthal" sei gewünscht, 

dass sie über dieses Angebot
zukünftig noch mehr Menschen 
Trost, Hoffnung und Heil vermitteln kann. 
Ihre Besucher mögen hier 
andächtige, wohltuende,
Hoffnung und Kraft spendende Begegnungen
mit dem Bildstock der
 "Mutter Gottes von Grimmenthal"
haben.
 

Für die "Interessengemeinschaft Grimmenthaler Wallfahrt" e.V.
Angelika Gottwald
(amtierende und Gründungs-Vorsitzende)

 

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